Info PostFascialTechnik (PFT)® - Faszienbehandlung

Glossar


Armlängenreflex-Test


Der Armlängenreflex-Test ist ein Test, der im klassischen Shin Tai verwendet wird, um die Priorität in der Behandlung aufzufinden. Er kann zu den kinesiologischen Methoden gezählt werden. Der Test reagiert auf sämtliche, im Organismus Stress erzeugende Reize. Stress führt dazu, dass die Muskulatur im Körper mit erhöhter Spannung reagiert. Ein akuter Stressreiz löst meist kurzfristig in der linken und rechten Körperhälfte eine unterschiedlich starke Muskelanspannung aus, sodass eine scheinbare Armlängendifferenz entsteht, die ein positives Testergebnis anzeigt. Meiner Erfahrung nach, kann der Test beim Auffinden der Priorität einerseits sehr bestechende Ergebnisse liefen und andererseits aber auch in die Irre führen. Deshalb wird der Armlängenreflex-Test in der PostFascialTechnik (PFT)® nur von erfahrenen Therapeutinnen eingesetzt.




Bindegewebe




Faszien


Faszien (Hüll- und Trennschichten)




Funktionelle Beinlängenverkürzung




Kundalini


Die Kundalini ist ein Aspekt der Lebenskraft in jedem Menschen. Sie ist in vielen menschlichen Kulturen bekannt. Der Begriff Kundalini stammt aus dem Indischen. Die indischen Yogis haben die Kundalini aus spiritueller Sicht am genauesten beschrieben und um diese Kraft ein sehr differenziertes Übungssystem entwickelt. Sie ist Teil der indischen Philosophie.


Die Kundalini ist danach unterschiedlich aktiv, sie kann schlafen oder erwacht sein und sich entfalten. Je nachdem, welche Energiezentren (Chakras) durch sie angeregt werden, werden dabei verschiedene Fähigkeiten entwickelt. Die Kundalini ist nach den indischen Yogis nicht geheimnisvoll, wohl jedoch ihre Erweckung und das Entwickeln spezieller Fähigkeiten.


Das Ziel der indischen Yogis ist, die Kundalini als Kraft zu stärken und in Zirkulation zu bekommen, die Kundalini zu erwecken und zu entfalten. Normalerweise treten dabei keine negativen Symptome auf. Je weniger Symptome, je weniger Begleiterscheinungen, desto besser verläuft dieser Prozess. Trifft die Kundalini dabei aber auf Blockaden, verstopfte Energiekanäle, können Schwierigkeiten auftreten, man spricht von einer Kundalini-Krise. Eine sich entfaltende Kundalini zeigt sich idealerweise nur durch innere Stärke.


Die Kundalini kann gezielt erweckt werden, aber auch spontan bei Menschen erwachen, die sich nie mit Yoga oder Spiritualität befasst haben. Problematisch beim spontanen Erwachen ist, dass die betroffenen Menschen eine Kundalini-Krise nicht deuten können und mit dieser sich entfaltenden Kraft nichts anzufangen wissen.


(Quelle: Kundalini und Faszien, ein Weg zum Licht, Ralf Welti)




Lenkergefäß


Das Lenkergefäß zählt zu den Meridianen der traditionellen chinesischen Medizin, Kanäle, in denen die Lebensenergie Qi fließt. Es gibt in der traditionellen chinesischen Medizin 12 Hauptmeridiane, die an den Armen oder Beinen beginnen bzw. enden. Das Lenkergefäß gehört jedoch zusammen mit dem Konzeptionsgefäß zu den 8 außerordentlichen Gefäßen. Das Lenker- oder Gouverneurgefäß, im chinesischen Dumai, verläuft hinten in der Körpermitte im Bereich der Wirbelsäule, das Konzeptionsgefäß, im chinesischen Renmai, verläuft vorne in der Körpermitte. Zusammen bilden diese beiden Gefäße den kleinen Energiekreislauf. Während der Embryonalzeit im Mutterleib kreiste dort unsere Energie.




Öffnungsmuster




Priorität


Das Konzept der Priorität in der Behandlung




Shin Tai


Saul Goodman, ein amerikanischer Shiatsu-Lehrer, begründete in den 1980er und 1990er-Jahren Shin Tai. Shin Tai bedeutet Quellenkörper und soll ausdrücken, dass in erster Linie das primäre Energie- und Informationssystem des Körpers wieder hergestellt werden soll, der kleine Energiekreislauf (Lenkergefäß). Aus dem Shin Tai stammen die Grundlagen für das Konzept der Priorität und die Zentralkanaltechnik (Video: Die Behandlung des Zentralkanals) der PostFascialTechnik (PFT)®.




Tensegrity-Modell


Tensegrity ist ein Kunstwort aus dem Englischen aus tension für Zugspannung und integrity für Ganzheit, Zusammenhalt. Stäbe und Schnüre bilden dabei eine stabile dreidimensionale Struktur, ohne dass die Stäbe sich dabei berühren. Stäbe und Schnüre für sich alleine genommen würden in sich zusammen fallen.



Tensegrity-Modell


Abb.: Ein Tensegrity-Modell.



Übertragen auf unseren Körper stellen die Stäbe die Knochen und die Schnüre die Faszien dar. Die Faszien verwalten Zugkräfte und die Knochen Druck- und Biegekräfte. Faszien und Knochen stehen so in einer engen Wechselbeziehung miteinander.


In der Realität ist unser Körper eher mit einem Segelboot vergleichbar. Der Mast des Segelboots entspricht der Wirbelsäule, die Wanten und Stage entsprechen den Faszien.


Bei Dauerstress kann sich nach den Konzepten der PostFascialTechnik (PFT)® das Gefüge der Knochen und Faszien gegeneinander verschieben, wobei spezifische, dauerhafte Spannungsmuster entstehen.



Zentralkanal


Das Konzept des Zentralkanals




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